PLANUNGSAUFGABE
FREIZEIT- & HALLENBADBAU
Planungshilfe: Sanierung oder Neubau von Schwimmhallen und Bäderanlagen
Thermen, Sport- und Erlebnisbäder sind akustisch und hygienisch anspruchsvolle Räume. Doch jenseits der technischen Anforderungen ist das Hallenbad vor allem ein Ort körperlicher Unmittelbarkeit: Barfuß, feucht, in warmer Luft: Besucher nehmen ihre Umgebung hier mit allen Sinnen wahr. Materialentscheidungen haben deshalb eine Wirkung, die weit über Optik und Dauerhaftigkeit hinausgeht.
Wie gelingt der wirtschaftliche Neubau eines Hallenbads oder eine zukunftsfähige Sanierung?
Fünf zentrale Planungsbereiche im Hallenbad zeigen praxiserprobte Optimierungspotenziale auf, die Architekten und Fachplaner bei der Entwicklung effizienter, nachhaltiger und wirtschaftlicher Hallenbäder unterstützen.
Hier zurpassenden Planungsaufgabe, deren Optimierungspotenzial oder zur passenden Produktlösungen navigieren:
Die 5 wichtigsten Planungsgrundlagen für Bäderanlagen
Planungsbereich | Strategisches Planungsziel (Do) | Typische Planungsfehler (Don't) |
|---|---|---|
| Statik & Raumstruktur | Stützenfreie bzw. weitgespannte Tragwerke schaffen, um flexible Beckenlayouts, freie Sichtachsen sowie sichere Rettungs- und Fluchtwege zu ermöglichen. | Störende Stützenraster und unübersichtliche Raumstrukturen erzeugen tote Winkel und beeinträchtigen Sichtbeziehungen sowie die Bade- und Betriebssicherheit. Zu geringe Spannweiten oder eine fehlende Berücksichtigung künftiger Nutzungsänderungen schränken die Flexibilität der Anlage dauerhaft ein. |
| Materialität & Pflege | Robuste, feuchtebeständige und pflegeleichte Materialien mit angenehmer Haptik einsetzen (z. B. Echtholz, Naturstein, Großkeramik in warmen Farbtönen). | Empfindliche Oberflächen, komplexe Geometrien, breite Fugen und schwer zugängliche Bereiche erhöhen den Reinigungsaufwand und begünstigen hygienische Probleme. Materialien mit geringer Rutschhemmung, ungeeignete Oberflächen für chlorhaltige Umgebungen oder viele Materialwechsel erhöhen Verschleiß, Wartungsaufwand und Unfallrisiken. |
| Bauphysik: Feuchte & Korrosion | Eine dauerhaft wärmebrückenfreie, luft- und dampfdichte Gebäudehülle sicherstellen sowie korrosions- und chlorbeständige Materialien im Hallenbad einsetzen (bei Metall auf hochwertigen Edelstahl achten). | Wärmebrücken und eine unzureichende Dampfdichtigkeit führen zu Tauwasser und Feuchteschäden. Nicht korrosions- bzw. chlorbeständige Werkstoffe können in der Hallenbadatmosphäre frühzeitig versagen und Bauschäden verursachen. Fehlende bauphysikalische Detailplanung an Anschlüssen und Durchdringungen erhöhen das Risiko verdeckter Feuchteschäden und kostenintensiver Sanierungen. |
| Raumakustik (DIN 18041) | Akustische Anforderungen frühzeitig in die Planung integrieren und Decken- sowie Wandflächen gezielt als Schallabsorber aktivieren. Möglichst früh akustische Raumsimulation durchführen. | Werden akustische Anforderungen erst spät berücksichtigt, sind ungünstige Nachhallzeiten bzw. Lärm die Folge. Dies beeinträchtigt die Aufenthaltsqualität und erhöht den Stresspegel. Eine unzureichende Sprachverständlichkeit erschwert die Kommunikation zwischen Personal und Badegästen für Durchsagen und Notfallinformation. Nachträgliche Akustikmaßnahmen sind möglich aber mit erhöhtem Aufwand verbunden. |
| Haustechnik & Energieeffizienz | Gebäude, Tragwerk und Technische Gebäudeausrüstung (TGA) integrativ planen – mit energieeffizienter Lüftung, Wärmerückgewinnung und optimierter Luftführung gemäß VDI 2089. | Wird die Haustechnik erst spät in die Planung integriert, sind sichtbare Installationen, ineffiziente Luftführungen und Energieverluste oft unvermeidbar. Unzureichende Revisions- und Wartungszugänglichkeit führen zu eingeschränkter Instandhaltung. |
Optimierungspotenziale für neue Schwimmhallen
Neubau: Tragwerk
Raumakustik: Große Wasserflächen reflektieren zusammen mit weiteren schallharten Oberflächen den Schall nahezu vollständig. Daher kommt der akustischen Gestaltung der Wand- und vor allem Deckenflächen im Hallenbad eine zentrale Bedeutung zu: Zur Einhaltung der Anforderungen der DIN 18041 sind in der Regel großflächig wirksame Schallabsorber erforderlich. Dies hat einen entscheidenden Einfluss auf die Raumwirkung.
Planungsansatz
Werden Schallabsorber bereits in das tragende Dachelement integriert, erfüllt die Dachkonstruktion neben ihrer statischen Funktion gleichzeitig die raumakustischen Anforderungen. Zusätzliche Akustikdecken und aufwändige Innenausbauten mit Raumgerüsten entfallen. Das reduziert den Montageaufwand, verkürzt die Bauzeit und senkt die Gesamtkosten.
› Zur technischen LösungStatik & Raumstruktur: Weitgespannte Tragkonstruktionen ermöglichen einen weitestgehend stützenfreien Hallenraum, freie Sichtachsen sowie eine flexible Beckenanordnung. Das erhöht die Sicherheit, gibt mehr Orientierung und erzeugt ein großzügiges Raumgefühl.
Planungsansatz
Flächige Tragwerkssysteme, die mit großformatigen, vorgefertigten Elementen hergestellt werden, verkürzen die Montagezeit erheblich. Das Gebäude wird schneller regendicht, der nachfolgende Innenausbau kann früher beginnen und die Gesamtbauzeit weiter reduziert werden.
› Zur technischen LösungNeubau: Innenausbau
Materialität: Die gestalterischen Anforderungen an Hallenbäder und Schwimmhallen sind in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Gefragt sind langlebige, wohnlich anmutende und feuchtebeständige Materialien, die Funktionalität und Wirtschaftlichkeit mit einer hochwertigen Architektur verbinden und dauerhaft optischen Mehrwert schaffen.
Planungsansatz
Durch die Wahl langlebiger, pflegeleichter und feuchtebeständiger Materialien lassen sich Reinigungs-, Wartungs- und Sanierungskosten reduzieren.
› Zur technischen Lösung
Optimierungspotenziale bei der Modernisierung bestehender Schwimmbäder
Tragwerk im Bestand
Statik & Raumstruktur: Je kürzer die Sanierungszeit, desto wirtschaftlicher das Projekt.
Planungsansatz
Bestehendes Tragwerk weiter nutzen: Das vorhandene Haupttragwerk (z. B. intakte Leimbinder oder Stahlfachwerke) kann erhalten bleiben, während flächige Massivholz-Dachelemente als neue Dachschale direkt auf die bestehende Trägerkonstruktion aufgesetzt werden. Dadurch entfällt der aufwendige Rückbau der Primärstruktur, die Rohbauzeit verkürzt sich erheblich und das bestehende Tragwerk wird geschont. Gleichzeitig können die Dachelemente durch integrierte Akustikabsorber und Installationsebenen mehrere Anforderungen in einem System erfüllen.
› Zur technischen LösungSanierung: Planungsfokus Innenausbau
Raumakustik: In Hallenbädern führen ausgedehnte Wasserflächen sowie weitere schallharte Oberflächen zu einer starken Schallreflexion und damit zu langen Nachhallzeiten. Um eine gute Sprachverständlichkeit und eine angenehme akustische Umgebung sicherzustellen, ist eine gezielte akustische Gestaltung insbesondere der Decken- und Wandflächen erforderlich. Zur Erfüllung der Anforderungen der DIN 18041 kommen in der Regel großflächig wirksame Schallabsorber zum Einsatz. Dadurch wird das Erscheinungsbild des Raumes maßgeblich geprägt.
Planungsansatz
Leichte Deckensysteme aus Akustikpaneelen ermöglichen die Einhaltung der akustischen Anforderungen gemäß DIN 18041, ohne die bestehende Tragkonstruktion zu beeinflussen. Sie verbinden sie funktionale Anforderungen mit hochwertiger Deckengestaltung und tragen damit zu einer angenehmen Aufenthaltsqualität bei.
› Zur technischen Lösung
Korrosionsfreie Akustiklösungen: Feuchtraumgeeignete Holz-Akustikpaneele im Hallenbad
Produktlösungen von Lignotrend
- Feuchtraumgeeignet Schwer entflammbar

Echtholz-Akustikpaneele
als DeckenverkleidungLIGNO® Akustik light/Pro
geeignet für Hallenbäder_C-s2-d0
mit und ohne Lack
nach DIN EN 13501-1 - Feuchtraumgeeignet Schwer entflammbar

Echtholz-Akustikpaneele
als WandverkleidungLIGNO® Akustik light/Pro
geeignet für Hallenbäder_C-s2-d0
mit und ohne Lack
nach DIN EN 13501-1 - Wunschpaneel konfigurieren

Echtholz-Akustikpaneele
individuell konfigurierbar
LIGNO® Akustik light/Pro
geeignet für Hallenbäder_C-s2-d0
mit und ohne Lack
nach DIN EN 13501-1
Weiterführende Informationen & Services:
› Raumakustik prognostizieren und Bedarf an Absorbern ermitteln
› Individualisierten Ausschreibungstext über die LIGNO® Fachberatung (kostenfrei) anfragen
› Unverbindliches Beratungsgespräch anfragen
Mehr zu folgenden Themen lesen:
› Welche Nachhallzeiten gelten nach DIN 18041 im Hallenbad?
› Wo setze ich Absorptionsflächen in Schwimmhallen effektiv ein?
Tragende BSP-Elemente: Dach- und Deckenelemente mit integriertem Akustikabsorber
Produktlösungen von Lignotrend
- Individuell konfigurierbar

Integrierte Akustiklösung ab Werk
LIGNO® Block Q3
als Flach- oder SteildachFeuerwiderstand 30 bis 90 Minuten
Spannweite bis 18 m - Individuell konfigurierbar

Integrierte Akustiklösung ab Werk
LIGNO® Akustik klassik
als DeckeFeuerwiderstand 30 bis 90 Minuten
Spannweite bis 18 m - BSP vordimensionieren

Integrierte Akustiklösung ab Werk
LIGNO® CLT-Elemente
für Spannweiten bis 18mBSP-Deckenelemente individuell konfigurierbar
Weiterführende Informationen & Services:
› Raumakustik prognostizieren und Bedarf an Absorbern ermitteln
› Individualisierten Ausschreibungstext über die LIGNO® Fachberatung (kostenfrei) anfragen
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LIGNO®... Deine Natur
Baubiologisch einwandfrei und nachhaltig produziert. Das ist bei Lignotrend kein bloßes Versprechen, sondern durch strengste europäische Zertifizierungen geprüft - für Planer die Haltung zeigen und eine Architektur, die ökologische Verantwortung übernimmt.
Zu den › Zertifikaten
Referenzen
Tragenden LIGNO® BSP-Elemente und Akustikpaneele in Hallenbädern
Sanierung Hallenbad
WASSER:WERK
Holz bewegt. Das erfuhr Architekt Michael Duffner bei der Erweiterung und Sanierung des in die Jahre...
79761 Waldshut-Tiengen
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Aufgrund schlechter Akustik entsteht in Schwimmhallen schnell Lärm, der Erholung und Freude...
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Ein einzigartiges 50-Meter-Sportbecken mit zwei Bahnen wurde im Keller von The Student Hotel...
1091 NL-Amsterdam
AnsehenFAQ – Wissen zu BSP im Hallenbad
1. Ist BSP für die dauerhaft hohe Luftfeuchte im Hallenbad geeignet?
Die zentrale Herausforderung im Hallenbadbau ist die dauerhaft hohe Luftfeuchtigkeit, die auf alle Bauteile einwirkt und insbesondere bei Holz zu Feuchteaufnahme, Quellung und damit zu langfristigen Schäden führen kann. Grundsätzlich ist BSP für den Einsatz in Schwimmhallen geeignet, wenn die bauphysikalischen Randbedingungen stimmen. Entscheidend ist, dass sich die Holzfeuchte dauerhaft in einem unkritischen Bereich bewegt. Holz besitzt eine natürliche hygrische Pufferfähigkeit, kann also Feuchtigkeit aufnehmen und wieder abgeben, ohne dabei Schaden zu nehmen. LIGNO® BSP-Elemente sind speziell für diese Anforderungen geeignet, da sie mit präzise eingestellter Holzfeuchte gefertigt werden. Durch den kreuzweisen Aufbau und die kontrollierte Verleimung sind sie hoch formstabil und reagieren deutlich weniger empfindlich auf Feuchteschwankungen als klassisches Massivholz.
2. Kann BSP im Hallenbad sichtbar bleiben, ohne Schaden zu nehmen?
Sichtbares Holz schafft im Hallenbad eine warme, ruhige Atmosphäre und bildet einen angenehmen Kontrast zu den üblichen, eher harten Materialien. Grundsätzlich ist eine sichtbare Ausführung möglich, wenn der konstruktive Holzschutz stimmt: Es darf keine stehende Nässe entstehen, und die Oberflächen müssen zuverlässig abtrocknen können. Eine gezielte Luftführung, die Feuchte konsequent abführt und Kondensat vermeidet ist dafür entscheidend. Lignotrend setzt auf sichtfertige LIGNO® Elemente und Akustikpaneele, die für feuchte Innenräume entwickelt sind. Die hohe Oberflächenqualität und die präzise, systematische Fertigung ermöglichen dauerhaft sichtbare Echtholzlösungen, bei gleichzeitig überzeugender Gestaltung und wirksamer Raumakustik.
3. Warum ist die Entfeuchtungstechnik für Holzkonstruktionen so kritisch?
Im Hallenbadbau ist die Raumlufttechnik (RLT) das zentrale bauphysikalische System, da sie Temperatur und Feuchte der Raumluft gezielt steuert und so das Risiko von Kondensation an Bauteiloberflächen reduziert. Ohne eine funktionierende Entfeuchtung kann warme, feuchte Luft an kälteren Bauteilen kondensieren, was zu Durchfeuchtung, Schimmelbildung und langfristigen Schäden führt, unabhängig vom verwendeten Material. LIGNO® BSP-Elemente unterstützen unter diesen Bedingungen ein robustes bauphysikalisches Verhalten, da sie gute dämmtechnische Eigenschaften aufweisen. Dadurch bleiben die Oberflächentemperaturen des Holzes vergleichsweise hoch, wodurch das Risiko von Taupunktunterschreitungen reduziert wird. Im Vergleich zu stärker wärmeleitenden Materialien wie Stahl oder Beton ergeben sich damit günstigere Oberflächenbedingungen im Hinblick auf Kondensationsvermeidung. In Kombination mit einer fachgerecht geplanten und betriebenen RLT-Anlage trägt dies wesentlich zur Dauerhaftigkeit der gesamten Konstruktion bei.
4. Wie lassen sich Wärmebrücken bei Dachkonstruktionen aus Holz vermeiden?
Wärmebrücken lassen sich grundsätzlich durch eine durchgängige Dämmebene, reduzierte Durchdringungen und eine integrale Planung minimieren. Besonders Anschlüsse und Übergänge sind hierbei entscheidend. Lignotrend unterstützt Planer durch einen hohen Vorfertigungsgrad der LIGNO® Elemente sowie durch geprüfte Regeldetails. Potentiell kritische Stellen, wie Auflager oder Fassadenanschlüsse werden frühzeitig identifiziert und präzise ausgeführt – somit wird eine durchgängige thermische Hülle sicherstellt, Taupunktunterschreitungen vermieden und das Wärmebrücken-Risiko deutlich reduziert.
5. Welcher Korrosionsschutz ist bei Holzbau-Befestigungen im Chlorbereich nötig?
In Schwimmhallen kann die chloridhaltige Raumluft insbesondere metallische Bauteile stark beanspruchen und zu Korrosion führen. Während Holz selbst gegenüber Chlor weitgehend unempfindlich ist, müssen Verbindungsmittel und Befestigungen entsprechend ausgelegt werden. Üblicherweise sind hier Edelstähle mit hoher Korrosionsbeständigkeit erforderlich, beispielsweise der Korrosionsbeständigkeitsklasse IV (z.B. Werkstoffnummer 1.4571). Lignotrend berücksichtigt diese Anforderungen systemseitig und stellt passende Verbindungsmittel sowie technische Nachweise bereit. Dadurch wird sichergestellt, dass die Konstruktion auch unter den anspruchsvollen Bedingungen einer Schwimmhalle langfristig sicher und dauerhaft funktioniert.






















































