PLANUNGSAUFGABE HOTELBAU
Planungshilfen: Sanierung und Neubau von Hotels
Hotelbauten verbinden private Rückzugsräume mit öffentlich zugänglichen Bereichen wie Lobby, Restaurant, Bar, Wellness, Tagung und Co-Working sowie den funktionalen Zonen des Back-of-House zu einem stimmigen Ganzen. Entscheidend sind dabei Ruhekomfort, gute Raumakustik und gesunde Materialien. Zusammen prägen sie eine Atmosphäre, in der Gäste sich wohlfühlen und zur Ruhe kommen – und in der nicht zuletzt auch das Personal gerne arbeitet.
Im Folgenden sind die wichtigsten Planungsaspekte für Neubau und Sanierung von Hotels praxisnah für Architekten und Planende zusammengefasst.
Hier zurpassenden Planungsaufgabe, deren Optimierungspotenzial oder zur passenden Produktlösungen navigieren:
Die 5 wichtigsten Planungsaspekte beim Hotelbau
Planungsbereich | Strategisches Planungsziel (Do) | Typische Planungsfehler (Don't) |
|---|---|---|
| Schallschutz & akustische Privatsphäre | Gästezimmer, Bäder, Flure und Aufzüge sowie öffentliche Restaurant- und Veranstaltungsbereiche von Anfang an akustisch getrennt betrachten. Besonders wichtig ist der Luftschallschutz zwischen Zimmern, Trittschallschutz über Decken, Installationsgeräusche aus Sanitärbereichen und das Abschirmen von Geräuschen aus Fluren. | Nicht nur die Trennwand zwischen den Gästezimmern betrachten! Geräusche werden ebenso über Decken, Flanken, Türen, Installationsschächte und Sanitärbereiche übertragen. Besonders nächtliche Störgeräusche aus Nachbarzimmern, Fluren oder der Gebäudetechnik beeinträchtigen die Privatsphäre und werden von Gästen unmittelbar als Komfortmangel wahrgenommen. |
| Raumakustik & Aufenthaltsqualität | Lobby, Restaurant, Bar, Tagung und Wellness früh in die raumakustische Planung einbeziehen und entsprechend ihrer Nutzung ausstatten. Schallharte Oberflächen wie Glas, Stein, Fliesen und Beton gezielt durch absorbierende Decken- und Wandflächen ausgleichen. Eingangsfoyers, Restaurants und Wellnessbereiche sind akustisch besonders sensible Hotelzonen. | Unterschiedliche Raumvolumen, Belegungsdichten und Nutzungen erfordern jeweils angepasste Konzepte. Wird dies nicht beachtet, erschweren zu lange Nachhallzeiten und hohe Geräuschpegel die Gespräche und stehen gerade in Restaurant- und Aufenthaltsbereichen einer entspannten Atmosphäre entgegen. |
| Innenraum, Materialität & Marke | Echtholzoberflächen gezielt dort einsetzen, wo Atmosphäre, Orientierung und Aufenthaltsqualität wichtig sind, wie in den Gästezimmern, der Lobby, dem Restaurant, aber auch in Seminarzonen. Echtholz unterstützt ein warmes, natürliches und hochwertiges Interiordesign und kann ein wichtiger Teil der Markenidentität des Hotels werden. | Stark beanspruchte Oberflächen in Fluren, Gästezimmern, Restaurant oder Lobby müssen häufige Nutzung, Stoßbelastungen und Reinigung verkraften. Empfindliche oder schwer reparierbare Oberflächen führen schnell zu sichtbaren Gebrauchsspuren und erhöhen den Instandhaltungsaufwand. |
| Brandschutz & Rettungswege | Hotels und Beherbergungsstätten sind nach Musterbauordnung (MBO) Sonderbauten. Die Muster-Beherbergungsstättenverordnung (MBeVO) gilt für Beherbergungsstätten mit mehr als 12 Gastbetten: Rettungswege, Brandabschnitte, notwendige Flure und Treppenräume, die sichtbare Holzoberflächen zeigen sollen, müssen objektbezogen mit dem Brandschutzkonzept abgestimmt werden. | Anforderungen an Flure, Rettungswege und Brandabschnitte können die vorgesehenen Oberflächen und Konstruktionen erheblich beeinflussen. Wird das Gestaltungskonzept für sichtbare Holzoberflächen festgelegt, bevor die individuellen brandschutztechnischen Bedingungen der Hotelplanung geklärt sind, führt das zu Umplanungen und Mehrkosten. |
| Vorfertigung, TGA & Wirtschaftlichkeit | Zimmerachsen, Sanitärzellen, Schächte, Lüftung, Beleuchtung sowie Medien- und Datenleitungen früh koordinieren. Vorgefertigte Holzbauelemente können Bauzeiten verkürzen, Ausbauprozesse präzisieren und die Qualität wiederkehrender Raumtypen, wie sie im Hotelbau vorkommen, sichern. | Wechselnde Details, unterschiedliche Installationsführungen und späte Änderungen verhindern Wiederholungseffekte und reduzieren den wirtschaftlichen Vorteil der Vorfertigung. Fehler in einem Standarddetail können sich zudem über eine große Zahl identischer Zimmer vervielfachen. |
Optimierungspotenziale für neue Hotelbauten
Neubau: Planungsaufgabe mit tragendem Dach
Schallschutz & Komfort Hotelgäste erwarten Ruhe. Bereits geringe Luft-, Tritt- oder Installationsgeräusche aus benachbarten Zimmern oder Fluren werden unmittelbar als Komfortmangel wahrgenommen. Deshalb sollten Tragwerk, Geschossdecken und Installationszonen von Beginn an gemeinsam entwickelt werden. Neben den Mindestanforderungen der DIN 4109 können je nach Hotelkategorie erhöhte Komfortstufen sinnvoll sein.
Planungsansatz
Mehrschichtige Holzdecken können Tragwerk, Schallschutz und fertige Sichtoberfläche in einem Bauteil vereinen. Dadurch werden zusätzliche Ausbauarbeiten reduziert, Schnittstellen minimiert und eine wirtschaftliche Umsetzung standardisierter Hotelgrundrisse unterstützt.
› Zur technischen LösungStatik & Raumstruktur: Hotelgebäude vereinen zwei unterschiedliche Planungsprinzipien: wirtschaftlich organisierte, sich wiederholende Zimmergrundrisse und großzügige, stützenfreie Gemeinschaftsbereiche. Während regelmäßige Tragwerksraster die Standardisierung von Gästezimmern und einen hohen Vorfertigungsgrad unterstützen, benötigen Lobby, Restaurant, Bar oder Konferenzbereiche möglichst flexible Raumstrukturen mit großen Spannweiten. Tragwerk und Grundriss sollten deshalb früh gemeinsam entwickelt werden.
Planungsansatz
Holztragwerke ermöglichen die Kombination aus wirtschaftlichen Zimmerachsen und weitgespannten Gemeinschaftsbereichen innerhalb eines Tragwerkskonzepts. Werden Tragwerk, Ausbau und technische Gebäudeausrüstung früh aufeinander abgestimmt, lassen sich wiederkehrende Details standardisieren, der Vorfertigungsgrad erhöhen und Bauzeit sowie Schnittstellen im Ausbau reduzieren.
› Zur technischen LösungNeubau: Planungsaufgabe Innenausbau
Raumakustik & Aufenthaltsqualität: Lobby, Restaurant, Bar, Konferenz- und Wellnessbereiche unterscheiden sich hinsichtlich Nutzung und Geräuschentwicklung erheblich. Schallharte Oberflächen wie Glas, Naturstein oder Sichtbeton führen hier schnell zu langen Nachhallzeiten und einer unruhigen Geräuschkulisse. Akustisch wirksame Wand- und Deckenflächen sollten deshalb bereits im Entwurf berücksichtigt werden, um Kommunikation, Orientierung und Aufenthaltsqualität gleichermaßen zu verbessern.
Planungsansatz
Akustisch wirksame Echtholzoberflächen verbinden Raumakustik, Gestaltung und fertige Innenraumoberfläche in einem Ausbausystem. Zusätzliche Bekleidungen können reduziert und hochwertige Aufenthaltsbereiche mit dauerhaft robuster Oberfläche geschaffen werden.
› Zur technischen Lösung
Optimierungspotenziale bei der Sanierung und Modernisierung bestehender Hotels
Sanierung: Tragwerk im Bestand
Statik & Raumstruktur: Hotels werden häufig abschnittsweise oder im laufenden Betrieb modernisiert. Um Schließzeiten möglichst kurz zu halten, sollten Eingriffe in die Tragstruktur auf das notwendige Maß begrenzt und bestehende Konstruktionen nach Möglichkeit weitergenutzt werden.
Planungsansatz
Vor jeder konstruktiven Maßnahme sollte geprüft werden, welche Tragstrukturen erhalten und welche baulichen Anforderungen in einer Maßnahme zusammengeführt werden können. So lassen sich Bauabläufe vereinfachen, Sperrzeiten verkürzen und Eingriffe in die bestehende Gebäudestruktur deutlich reduzieren.
› Zur technischen LösungSanierung: Innenausbau
Raumakustik: In bestehenden Hotels, Lobbys, Bars oder Tagungsbereichen entsprechen Raumakustik und Aufenthaltsqualität häufig nicht mehr den heutigen Erwartungen der Gäste. Schallharte Oberflächen erschweren Gespräche, erhöhen den Geräuschpegel und beeinträchtigen die wahrgenommene Qualität des Aufenthalts. Gleichzeitig bietet die Modernisierung die Chance, das Erscheinungsbild des Hotels gestalterisch aufzuwerten.
Planungsansatz
Die akustische Ertüchtigung sollte mit der gestalterischen Modernisierung der Innenräume verbunden werden. So lassen sich Komfort, Orientierung und Aufenthaltsqualität nachhaltig verbessern. Leichte Deckensysteme aus Akustikpaneelen ermöglichen die Einhaltung der akustischen Anforderungen gemäß DIN 18041, ohne die bestehende Tragkonstruktion zu beeinflussen. Sie verbinden sie funktionale Anforderungen mit hochwertiger Deckengestaltung und tragen damit zu einer angenehmen Aufenthaltsqualität bei.
› Zur technischen Lösung
Echtholz-Akustikpaneele für Wand- und Decke
Produktlösungen von Lignotrend
- Feuchtraumgeeignet Schwer entflammbar

Echtholz-Akustikpaneele
als DeckenverkleidungLIGNO® Akustik light/Pro
geeignet für Hallenbäder_C-s2-d0
mit und ohne Lack
nach DIN EN 13501-1 - Feuchtraumgeeignet Schwer entflammbar

Echtholz-Akustikpaneele
als WandverkleidungLIGNO® Akustik light/Pro
geeignet für Hallenbäder_C-s2-d0
mit und ohne Lack
nach DIN EN 13501-1 - Wunschpaneel konfigurieren

Echtholz-Akustikpaneele
individuell konfigurierbar
LIGNO® Akustik light/Pro
geeignet für Hallenbäder_C-s2-d0
mit und ohne Lack
nach DIN EN 13501-1
Weiterführende Informationen & Services
› Raumakustik prognostizieren und Bedarf an Absorbern ermitteln
› Individualisierten Ausschreibungstext über die LIGNO® Fachberatung (kostenfrei) anfragen
› Unverbindliches Beratungsgespräch anfragen
Mehr zu folgenden Themen lesen:
› Welche Nachhallzeiten gelten nach DIN 18041 im Hallenbad?
› Wo setze ich Absorptionsflächen in Schwimmhallen effektiv ein?
Tragende BSP-Elemente mit integriertem Akustikabsorber
Produktlösungen von Lignotrend
- Individuell konfigurierbar

Integrierte Akustiklösung ab Werk
LIGNO® Block Q3
als Flach- oder SteildachFeuerwiderstand 30 bis 90 Minuten
Spannweite bis 18 m - Individuell konfigurierbar

Integrierte Akustiklösung ab Werk
LIGNO® Akustik klassik
als DeckeFeuerwiderstand 30 bis 90 Minuten
Spannweite bis 18 m - BSP vordimensionieren

Integrierte Akustiklösung ab Werk
LIGNO® CLT-Elemente
für Spannweiten bis 18mBSP-Deckenelemente individuell konfigurierbar
Weiterführende Informationen & Services:
› Raumakustik prognostizieren und Bedarf an Absorbern ermitteln
› Individualisierten Ausschreibungstext über die LIGNO® Fachberatung (kostenfrei) anfragen
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LIGNO®... Deine Natur
Baubiologisch einwandfrei und nachhaltig produziert. Das ist bei Lignotrend kein bloßes Versprechen, sondern durch strengste europäische Zertifizierungen geprüft - für Planer die Haltung zeigen und eine Architektur, die ökologische Verantwortung übernimmt.
Zu den › Zertifikaten
Referenzen
Tragenden LIGNO® BSP-Elemente und Akustikpaneele in Hallenbädern
Sanierung Hallenbad
WASSER:WERK
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79761 Waldshut-Tiengen
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1091 NL-Amsterdam
AnsehenFAQ – Wissen zu BSP im Hallenbad
1. Ist BSP für die dauerhaft hohe Luftfeuchte im Hallenbad geeignet?
Die zentrale Herausforderung im Hallenbadbau ist die dauerhaft hohe Luftfeuchtigkeit, die auf alle Bauteile einwirkt und insbesondere bei Holz zu Feuchteaufnahme, Quellung und damit zu langfristigen Schäden führen kann. Grundsätzlich ist BSP für den Einsatz in Schwimmhallen geeignet, wenn die bauphysikalischen Randbedingungen stimmen. Entscheidend ist, dass sich die Holzfeuchte dauerhaft in einem unkritischen Bereich bewegt. Holz besitzt eine natürliche hygrische Pufferfähigkeit, kann also Feuchtigkeit aufnehmen und wieder abgeben, ohne dabei Schaden zu nehmen. LIGNO® BSP-Elemente sind speziell für diese Anforderungen geeignet, da sie mit präzise eingestellter Holzfeuchte gefertigt werden. Durch den kreuzweisen Aufbau und die kontrollierte Verleimung sind sie hoch formstabil und reagieren deutlich weniger empfindlich auf Feuchteschwankungen als klassisches Massivholz.
2. Kann BSP im Hallenbad sichtbar bleiben, ohne Schaden zu nehmen?
Sichtbares Holz schafft im Hallenbad eine warme, ruhige Atmosphäre und bildet einen angenehmen Kontrast zu den üblichen, eher harten Materialien. Grundsätzlich ist eine sichtbare Ausführung möglich, wenn der konstruktive Holzschutz stimmt: Es darf keine stehende Nässe entstehen, und die Oberflächen müssen zuverlässig abtrocknen können. Eine gezielte Luftführung, die Feuchte konsequent abführt und Kondensat vermeidet ist dafür entscheidend. Lignotrend setzt auf sichtfertige LIGNO® Elemente und Akustikpaneele, die für feuchte Innenräume entwickelt sind. Die hohe Oberflächenqualität und die präzise, systematische Fertigung ermöglichen dauerhaft sichtbare Echtholzlösungen, bei gleichzeitig überzeugender Gestaltung und wirksamer Raumakustik.
3. Warum ist die Entfeuchtungstechnik für Holzkonstruktionen so kritisch?
Im Hallenbadbau ist die Raumlufttechnik (RLT) das zentrale bauphysikalische System, da sie Temperatur und Feuchte der Raumluft gezielt steuert und so das Risiko von Kondensation an Bauteiloberflächen reduziert. Ohne eine funktionierende Entfeuchtung kann warme, feuchte Luft an kälteren Bauteilen kondensieren, was zu Durchfeuchtung, Schimmelbildung und langfristigen Schäden führt, unabhängig vom verwendeten Material. LIGNO® BSP-Elemente unterstützen unter diesen Bedingungen ein robustes bauphysikalisches Verhalten, da sie gute dämmtechnische Eigenschaften aufweisen. Dadurch bleiben die Oberflächentemperaturen des Holzes vergleichsweise hoch, wodurch das Risiko von Taupunktunterschreitungen reduziert wird. Im Vergleich zu stärker wärmeleitenden Materialien wie Stahl oder Beton ergeben sich damit günstigere Oberflächenbedingungen im Hinblick auf Kondensationsvermeidung. In Kombination mit einer fachgerecht geplanten und betriebenen RLT-Anlage trägt dies wesentlich zur Dauerhaftigkeit der gesamten Konstruktion bei.
4. Wie lassen sich Wärmebrücken bei Dachkonstruktionen aus Holz vermeiden?
Wärmebrücken lassen sich grundsätzlich durch eine durchgängige Dämmebene, reduzierte Durchdringungen und eine integrale Planung minimieren. Besonders Anschlüsse und Übergänge sind hierbei entscheidend. Lignotrend unterstützt Planer durch einen hohen Vorfertigungsgrad der LIGNO® Elemente sowie durch geprüfte Regeldetails. Potentiell kritische Stellen, wie Auflager oder Fassadenanschlüsse werden frühzeitig identifiziert und präzise ausgeführt – somit wird eine durchgängige thermische Hülle sicherstellt, Taupunktunterschreitungen vermieden und das Wärmebrücken-Risiko deutlich reduziert.
5. Welcher Korrosionsschutz ist bei Holzbau-Befestigungen im Chlorbereich nötig?
In Schwimmhallen kann die chloridhaltige Raumluft insbesondere metallische Bauteile stark beanspruchen und zu Korrosion führen. Während Holz selbst gegenüber Chlor weitgehend unempfindlich ist, müssen Verbindungsmittel und Befestigungen entsprechend ausgelegt werden. Üblicherweise sind hier Edelstähle mit hoher Korrosionsbeständigkeit erforderlich, beispielsweise der Korrosionsbeständigkeitsklasse IV (z.B. Werkstoffnummer 1.4571). Lignotrend berücksichtigt diese Anforderungen systemseitig und stellt passende Verbindungsmittel sowie technische Nachweise bereit. Dadurch wird sichergestellt, dass die Konstruktion auch unter den anspruchsvollen Bedingungen einer Schwimmhalle langfristig sicher und dauerhaft funktioniert.




















































