PLANUNGSAUFGABE
SCHUL- UND BILDUNGSBAU
Planungshilfe für Sanierung und Neubau von modernen Lernräumen:
Anforderungen an Grundriss, Raumakustik und Innenausbau
Moderne Schul- und Bildungsbauten sind mehr als Unterrichtsgebäude. Hier sollen sich Lernlandschaften, Rückzugsräume, Ganztagsbereiche, Fachräume, Mensen, Aulen und Sportbereiche zu einem funktionierenden, inklusiven Ganzen verbinden.
Doch wie gelingen der wirtschaftliche Neubau eines – auch raumakustisch – barrierefreien Schulgebäudes oder eine zukunftsfähige Sanierung mit Holz? Auf dieser Seite haben wir die für Architektur und Fachplanung wesentlichsten Aspektezur Planungsaufgabe und dazu passende Lösungen mit Holz zusammengestellt.
Die 6 wichtigsten Planungsbereiche im Bildungsbau im Überblick
Planungsbereich | Strategisches Planungsziel | Typische Planungsfehler |
|---|---|---|
| Raumstruktur & Pädagogik | DO: Frühe Abstimmung von Klassenräumen, Clustern, Lernlandschaften, Rückzugsbereichen und Ganztagsflächen auf das pädagogische Konzept: Stützenfreie Bereiche, klare Orientierung und gute Tageslichtversorgung. Tragwerksraster, das spätere Anpassungen der Raumaufteilung zulässt. | DON'T: Zuschnitt des Raumprogramms ausschließlich auf die initiale Nutzung. Starre Grundrisse oder ungünstig gesetzte Stützen können spätere Änderungen der Lernorganisation, die Umwandlung von Klassenräumen oder den Ausbau von Ganztagsbereichen erheblich erschweren. |
| Raumakustik & Sprachverständlichkeit | Akustische Planung der Klassenzimmer, Fachräume, Musikräume, Mensen, Foyers und Aulen entsprechend ihrer Nutzung (Nachhallzeitvorgaben gemäß DIN 18041). Differenzierte Bestimmung der erforderlichen Absorptionsflächen (inkl. Berücksichtigung von Inklusions-Vorgaben). Identifizierung der zu belegenden Flächen - auch solcher, die für gewollte Weiterleitung gering absorbierend ausgeführt werden sollten. Einbeziehung von Decken- und auch Wandflächen in das Akustikkonzept. | Die Akustik erst nachträglich über die spätere Ausstattung lösen oder für alle Raumtypen dieselben Anforderungen ansetzen. In einem Klassenraum beeinträchtigt zu lange Nachhallzeit die Sprachverständlichkeit, während in einer Mensa zusätzlich die hohe Geräuschentwicklung vieler gleichzeitig sprechender Personen zu berücksichtigen ist. |
| Schallschutz & Nutzungstrennung | Zielvorgaben bietet die DIN 4109, beste Sicherheit bieten - wo vorhanden - die erhöhten Vorgabewerte Horizontal (Wände): Unterrichtsräume von besonders geräuschintensiven Bereichen wie Mensa, Musik- oder Technikräumen absetzen. Vertikal (Decken): Berücksichtigung tiefer Frequenzen beim Trittschallschutz (siehe Publikation "Schallschutz" des Informationsdienst Holz). Risiko für Flankenübertragung und Geräusche aus der Gebäudetechnik kann durch kluge Anordnung und Details zu minimiert werden. | Betrachtung nur der Trennbauteile zwischen einzelnen Räumen. Geräusche können auch über Decken, Flanken, Schächte und Installationen weitergeleitet werden. Das fällt besonders auf, wenn Unterrichts- und Rückzugsbereiche an lärmintensive Nutzungen grenzen. |
| Raumklima & Materialität | Auswahl von Materialien nach Nutzung, Beanspruchung und Eigenschaften im Innenraum. Berücksichtigung der Robustheit beim Material der Wandfläche - auch sichtbares Holz kann eine strapazierfähige und langlebige Oberfläche sein. Holz kann aufgrund seiner hygroskopischen Eigenschaften Feuchteschwankungen puffern. | Auswahl der Materialien allein nach Anschaffungskosten oder gestalterischen Kriterien. Bei stark genutzten Schulräumen werden Reinigung, Reparatur und Dauerhaftigkeit schnell zu relevanten Planungsgrößen. Auch die Frage, wie Materilaien das Raumklima beeinflussen, sollte nicht zu spät betrachtet werden. |
| Brandschutz & und sichtbares Holz | Frühe Abstimmung zum Brandschutzkonzept: Gebäudeklasse, Nutzungseinheiten, Nutzerzahlen, Rettungswege und Brandabschnitte. Sichtbare Holzflächen sind möglich, wenn die Ausführung auf die objektspezifischen Anforderungen abgestimmt wird. | Sichtoberflächen und Konstruktionen festlegen, bevor die brandschutztechnischen Randbedingungen geklärt sind. Nachträgliche Anforderungen können Bekleidungen, Bauteilaufbauten oder Detailanschlüsse verändern und dadurch die ursprünglich geplante Gestaltung einschränken. |
| Technik & Umnutzbarkeit | Frühe interdisziplinäre Planung von Tragwerk, Lüftung, Beleuchtung, Installationswegen für Elektrik, Netzwerk und Sanitär. Berücksichtigung von Revisionsmöglichkeiten und Reserven für spätere Änderungen von Anfang an. | Einpassung der TGA erst nach der Festlegung von Tragwerk und Innenausbau. Fehlende Installationsreserven oder schlecht zugängliche Leitungswege werden spätestens bei Umbauten zum Problem und können zusätzliche Eingriffe in Decken und Wände erforderlich machen. |
Neue Schul- und Bildungsbauten -
Holz in tragender Rolle oder im Ausbau
Das Holz-Tragwerk im Neubau
Raumstruktur, Brandschutz & Raumakustik: Für pädagogisch wertvolle Lernlandschaften, Cluster und Aulen sind große Spannweiten ohne störende Stützen sowie klare Sichtachsen entscheidend. Mit zunehmender Offenheit der Raumstrukturen steigen die Anforderungen an Orientierung, Sicherheit und Aufenthaltsqualität.
Planungsansatz
Bereits in den frühen Planungsphasen sollten Tragwerk, Brandschutz, Raumakustik und Gebäudetechnik als zusammenhängendes Gesamtsystem entwickelt und integrativ geplant werden. Eine früh abgestimmte Planung schafft die Grundlage für flexible Lernlandschaften, reduziert Schnittstellen zwischen den Gewerken und erleichtert spätere Anpassungen an veränderte pädagogische Konzepte.
› Zur technischen LösungMaterialität & Raumklima: Holz besitzt hygroskopische Eigenschaften: Es nimmt Feuchtigkeit aus der Raumluft auf und gibt sie zeitversetzt wieder ab. Als großflächig eingesetzte Oberfläche kann sichtbares Echtholz dadurch kurzfristige Schwankungen der Raumluftfeuchte ausgleichen und zu einem ausgeglichenen Raumklima beitragen. Während der Heizperiode wird trockene Raumluft abgemildert, im Sommer unterstützen die Feuchtepufferung und die geringe Wärmeleitfähigkeit des Holzes einen angenehmen thermischen Komfort.
Planungsansatz
Die richtige Materialwahl ist nicht nur eine Frage der Gestaltung. Werden Oberflächen, Raumklima und Konstruktion von Beginn an gemeinsam geplant, entstehen langlebige Lernräume mit hoher Aufenthaltsqualität und einem dauerhaft geringen Ausbau- und Instandhaltungsaufwand.
› Zur technischen LösungEchtholz-Design: Innenausbau für den Neubau
Materialität & Raumakustik: Innenausbaumaterialien in Schul- und Bildungsbauten müssen den täglichen Beanspruchungen dauerhaft standhalten und gleichzeitig eine lernförderliche Umgebung schaffen. Neben Robustheit, Pflegeleichtigkeit und einer hochwertigen Gestaltung spielt insbesondere die Raumakustik eine zentrale Rolle: Akustisch wirksame Oberflächen verbessern die Sprachverständlichkeit, unterstützen konzentriertes Lernen und leisten einen wichtigen Beitrag zu barrierefreien und inklusiven Lernräumen.
Planungsansatz
Innenausbau und Raumakustik sollten als gemeinsame Planungsaufgabe verstanden werden. Werden Oberflächen so ausgewählt, dass sie Robustheit, Dauerhaftigkeit und akustische Wirksamkeit miteinander verbinden, entstehen Lernräume mit hoher Aufenthaltsqualität, geringem Instandhaltungsaufwand und sichern dauerhaft eine hohe Qualität der Lernumgebung.
› Zur technischen Lösung
Sanierung und Modernisierung bestehender Schulgebäude -
Was es mit Holz möglich ist.
Sanierung: Innenausbau naturnah erneuern
Statik & Raumstruktur: Bei der Sanierung bestehender Schulgebäude gilt es, Eingriffe in die Tragstruktur auf das notwendige Maß zu begrenzen. Kurze Bauzeiten, ein hoher Vorfertigungsgrad und möglichst geringe Beeinträchtigungen des laufenden Schulbetriebs sind dabei wesentliche Planungsziele.
Planungsansatz
Vor jeder konstruktiven Maßnahme sollte geprüft werden, welche Tragstrukturen erhalten und in das neue Nutzungskonzept integriert werden können. Bestehende Haupttragwerke (wie z.B. Leimbinder oder Stahlfachwerke) können häufig weitergenutzt und durch flächige Massivholz-Dachelemente ergänzt werden. Mehrere Sanierungsziele – etwa Tragwerk, Raumakustik und technische Infrastruktur – können in einer Maßnahme zusammengeführt werden . Solassen sich Bauabläufe vereinfachen und die Eingriffe in den Bestand deutlich reduzieren.
› Zur technischen LösungNeues Dach nötig? Tragwerk im Bestand
Raumakustik: Weisen Bestandsgebäude schallharte Oberflächen aus Beton, Putz oder Glas auf, können die Anforderungen an Sprachverständlichkeit und Raumakustik in Unterrichtsräumen nur mit der gezielten Nachrüstung wirksamer Absorptionsflächen erreicht werden. Das ist wichtig, denn eine gute Hörsamkeit ist ein wesentlicher Baustein barrierefreier und inklusiver Lernräume: Kurze Nachhallzeiten und eine hohe Sprachverständlichkeit erleichtern insbesondere Menschen mit eingeschränktem Hörvermögen das Verstehen und reduzieren dabei die akustische Belastung für alle Nutzer.
Empfehlung
Die akustische Ertüchtigung sollte mit der funktionalen und gestalterischen Modernisierung der Innenräume verbunden werden. So lassen sich Unterrichtsräume mit vergleichsweise geringem Eingriff an heutige Anforderungen anpassen und gleichzeitig in ihrer Aufenthaltsqualität nachhaltig verbessern. Akustiksysteme aus Echtholzpaneelen können ohne wesentliche Eingriffe in die bestehende Tragkonstruktion an Decke und Wand nachgerüstet werden. Sie verbessern die Sprachverständlichkeit gemäß DIN 18041, reduzieren den Nachhall und prägen die Raumwirkung. Durch die Kombination aus akustischer Funktion, hochwertiger Gestaltung und einfacher Montage lassen sich Sanierungsaufwand und Bauzeit minimieren.
› Zur technischen Lösung
Tragende BSP-Elemente: Schallabsorbierende Holzdecken und raumklimawirksame Wände für Schulen
Produktlösungen von Lignotrend
- Individuell konfigurierbar

Integrierte Akustiklösung ab Werk
LIGNO® Block Q3
als Flach- oder SteildachFeuerwiderstand 30 bis 90 Minuten
Spannweite bis 18 m - Individuell konfigurierbar

Integrierte Akustiklösung ab Werk
LIGNO® Akustik klassik
als DeckeFeuerwiderstand 30 bis 90 Minuten
Spannweite bis 18 m - Klimaholzhaus-Effekt

Besonders installationsfreundlich
LIGNO® CLT-Elemente
als tragende WandBSP-Wandelemente individuell konfigurierbar
Weiterführende Informationen & Services:
› Raumakustik prognostizieren und Bedarf an Absorbern ermitteln
› Individualisierten Ausschreibungstextüber die LIGNO® Fachberatung (kostenfrei) anfragen
Echtholz-Akustiklösungen: Akustikpaneele für Schulen
Produktlösungen von Lignotrend
- Feuchtraumgeeignet Schwer entflammbar

Echtholz-Akustikpaneele
LIGNO® Akustik light/Pro
als Decken- und Wandverkleidung_C-s2-d0
mit und ohne Lack
nach DIN EN 13501-1 - Feuchtraumgeeignet Schwer entflammbar

Echtholz-Akustikpaneele
LIGNO® Akustik light/Pro
als Decken- und Wandverkleidung_C-s2-d0
mit und ohne Lack
nach DIN EN 13501-1 - Wunschpaneel konfigurieren

Echtholz-Akustikpaneele
LIGNO® Akustik light/Pro
individuell konfigurierbar_C-s2-d0
mit und ohne Lack
nach DIN EN 13501-1
Weiterführende Informationen & Services:
› Raumakustik prognostizieren und Bedarf an Absorbern ermitteln
› Individualisierten Ausschreibungstext über die LIGNO® Fachberatung (kostenfrei) anfragen
Sie planen einen Neubau oder die Modernisierung einer Schule? Kontaktieren Sie uns:
LIGNO®... Deine Natur.
Baubiologisch einwandfrei und nachhaltig produziert. Das ist bei Lignotrend kein bloßes Versprechen, sondern durch strengste europäische Zertifizierungen geprüft - für Planer die Haltung zeigen und eine Architektur, die ökologische Verantwortung übernimmt.
Zu den › Zertifikaten
Referenzen
Tragende LIGNO® BSP-Elemente und Akustikpaneele in Schul- und Bildungsbauten
Campus Witten-Herdecke
Bisher bestimmten Glas, Stahl und Stein die Architektur auf dem Campus der Uni Witten/Herdecke. Bei dem neuen dreigeschossigen...
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94450 FR-Limeil-Brévannes
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