HALLENBADBAU
Planungshilfen: Sanierung oder Neubau von Schwimmhallen
Kein Gebäudetyp bündelt so viele Anforderungen wie das Hallenbad: Erfolg entscheidet sich hier durch materialgerechte Systeme, die diesen Bedingungen - hohe Luftfeuchtigkeit und chlorhaltige Luft - dauerhaft standhalten und gleichzeitig eine hohe Aufenthaltsqualität sicherstellen. Anschließende Planungshilfen richten sich an Architekten, die sich für multifunktionale Lösungen aus Echtholz interessieren.
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Die 5 wichtigsten Planungsbereiche beim Hallenbadbau im Überblick
| Planungsbereich | Strategisches Planungsziel (Do) | Kritisches Risiko / Planungsfehler (Don't) |
|---|---|---|
| Statik & Raumstruktur | Weitgespannte Tragwerke ohne störendes Stützenraster für maximale Flexibilität für das Beckenlayout, Rettungs- sowie Fluchtweg und freie Sichtachsen zu schaffen. | Viele gefährliche tote Winkel, die die notwendigen, freien Sichtachsen für das Aufsichtspersonal zur Gewährleistung der Bade- und Betriebssicherheit blockieren. |
| Materialität & Pflege | Warme, haptisch differenzierte Materialien (z. B. natürliches Holz, strukturierter Naturstein, warme Großkeramik) gezielt mit einer durchdachten Tageslichtführung kombinieren. | Einsatz empfindlicher Oberflächen, die unter permanenter Feuchtelast degradieren, sowie die Planung zerklüfteter Bauteilgeometrien. Breite Fugen und unzugängliche Vorsprünge bieten Angriffsflächen für Staub- und Schmutzansammlungen, was im feuchten Hallenbadklima zu hohem Reinigungsaufwand und hygienischen Mängeln führt. |
| Bauphysik: Feuchte & Korrosion | Schaffung einer absolut taupunktfreien Außenhülle durch eine konsequente Wärmedämmung und eine lückenlose, dauerhaft dichte Innenabdichtung (Dampfsperre). | Verwendung ungeeigneter Metallbauteile oder minderwertiger Edelstähle, die unter Chloreinfluss (Korrosionsklasse C5) versagen; verdeckter Tauwasserausfall an Bauteilschnittstellen. |
| Raumakustik (DIN 18041) | Frühzeitige akustische Berechnung und Aktivierung von Decken- und oberen Wandflächen als hocheffiziente Absorber, um die extreme Halligkeit zu brechen. | Ignorieren der Nachhallzeiten im Erstentwurf; Entstehung einer unangenehmen „Bahnhofs-Akustik“, die die Aufenthaltsqualität beeinträchtigt. |
| Haustechnik & Energieeffizienz | Planung einer Vollklimatisierung mit Wärmerückgewinnung nach VDI 2089. Gezielte Luftführung (Schleierbildung) an Glasflächen zur Vermeidung von Kondensat. | Sichtbare, architektonisch unbefriedigende Rohrtrassen unter der Decke, weil die massiven Lüftungskanäle im statischen Raster des Daches nicht von Anfang an mitgedacht wurden. |
Optimierungspotenzial beim Neubau
Schwimmhalle mit tragendem Dach
Raumakustik: Da große Wasserflächen zusammen mit anderen schallhart ausgeführten Flächen fast vollständig reflektieren, setzt die DIN 18041 eine fast vollständige Aktivierung der Deckenflache als Schallabsorber voraus.
Wirtschaftliche Optimierung: Schallabsorber direkt in das Tragwerk integrieren. Bringt das tragende Dachelement zusätzlich eine fertige Sichtseite mit, entfällt der aufwändige Innenausbau inkl. Raumgerüst und reduziert somit die Bauzeit.
Weitgespannte Deckenlösung: Für den sicherheitsnotwendigen stützenfreier Raum und eine flexible Beckenplatzierung sind weitgespannte Deckenkonstruktionen ohne Störung der Sichtachsen notwendig.
Planerische Optimierung: Flächige Tragwerkssysteme als großformatige Elemente mit hohem Vorfertigungsgrad einplanen. Dadurch lässt sich die Montagezeit drastisch kürzen - die Baustelle ist schneller regendicht, was wiederum den nachfolgenden Innenausbau beschleunigt.
Wirtschaftliche Schwimmbad-Sanierung: Hebel im Erstentwurf nutzen
In der Sanierung entscheidet die Bestandsanalyse in Leistungsphase 2 über den wirtschaftlichen Erfolg und die dauerhafte Schadensfreiheit. Um statische Überbelastungen, aufwendige Abrissarbeiten und lange Schließzeiten zu vermeiden, können diese Sanierungshebel bereits im Erstentwurf genutzt werden.
- Wohlfühlatmosphäre: Da große Wasserflächen zusammen mit anderen schallhart ausgeführten Flächen fast vollständig reflektieren, setzt die DIN 18041 eine fast vollständige Aktivierung der Deckenflache als Schallabsorber voraus - hier ergibt sich ein großer, optischer Hebel.
Wirtschaftliche Optimierung: Eine leichte Akustiklösung an der Decke (Abhangdecke, die die Statik nicht beeinflusst), die gleichzeitig einen optischen Mehrwert schafft, löst direkt auch die Anforderung an die Wohlfühlatmosphäre.
- Erhalt der primären Trägerkonstruktion: Je kürzer die Sanierung, desto kosteneffizienter.
Konstruktive Optimierung: Das bestehende Haupttragwerk (z. B. intakte Bestands-Leimbinder oder Stahlfachwerke) im Raum belassen und flächige Massivholz-Dachelemente direkt als neue Schale auf die bestehende Trägerkonstruktion aufsetzen. Dadurch wird das alte Tragwerk geschont, die Rohbauzeit für das neue Dach radikal verkürzt und der aufwendige Abriss der Primärstruktur entfällt vollständig. Gleichzeitig können die Dachelemente mit integriertem Akustikabsorber und Installationsebene weitere "Baustellen" lösen.
Technische Umsetzung
Korrosionsfreie Akustiklösungen: Feuchtraumgeeignete Holz-Akustikpaneele im Hallenbad
- Feuchtraumgeeignet Schwer entflammbar

LIGNO® Akustik light/Pro
geeignet für Hallenbäder
Echtholz-Akustikpaneele
als Deckenverkleidung_C-s2-d0
mit und ohne Lack
nach DIN EN 13501-1 - Feuchtraumgeeignet Schwer entflammbar

LIGNO® Akustik light/Pro
geeignet für Hallenbäder
Echtholz-Akustikpaneele
als Wandverkleidung_C-s2-d0
mit und ohne Lack
nach DIN EN 13501-1 - Wunschpaneel konfigurieren

LIGNO® Akustik light/Pro
geeignet für Hallenbäder
Echtholz-Akustikpaneele
individuell konfigurierbar_C-s2-d0
mit und ohne Lack
nach DIN EN 13501-1
Fachgerechte Befestigung im Hallenbadbau (Vermeidung von Korrosion)
- Auf korrosionsbeständige Verbindungsmittel muss geachtet werden, z.B. bei chlorhaltiger Raumluft
- Schrauben aus hoch korrosionsbeständigem Edelstahl (Güteklasse 1.4539) verwenden
- Empfohlen wird eine Unterkonstruktion aus Holz, in Verbindung mit geeigneten Befestigungsmitteln
Hinweis: Nicht für Solebäder geeignet!
Weiterführende Informationen & Services:
› Raumakustik prognostizieren und Bedarf an Absorbern ermitteln
› LIGNO® Akustik konfigurieren
› Individualisierten Ausschreibungstext über die LIGNO® Fachberatung (kostenfrei) anfragen
Technische Daten & Detailkatalog
Downloads
Technische Umsetzung
Tragende BSP-Elemente mit integriertem Akustikabsorber
Weiterführende Informationen & Services:
› Raumakustik prognostizieren und Bedarf an Absorbern ermitteln
› LIGNO® BSP vorbemessen
› Individualisierten Ausschreibungstext über die LIGNO® Fachberatung (kostenfrei) anfragen
Technische Daten & Detailkatalog
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Referenzen
Tragenden LIGNO® BSP-Elemente und Akustikpaneele in Hallenbädern
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