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Akustikpaneele richtig anbringen


So ermittelst du den individuellen Bedarf an schallabsorbierenden Flächen und platzierst Akustikpaneele optimal im Raum.



Autor Verena Santo LIGNOTREND

Lignotrend-Redaktionsteam

Aktualisiert: 13. April 2026


Akustikpaneele aus Holz als Decken- oder Wandverkleidung

Wie viel schallabsorbierende Fläche in Form von Akustikpaneelen zuhause sinnvoll ist, hängt von den individuellen Gegebenheiten wie der Raumgröße, dem Grundriss, der Möblierung und auch von der Nutzung ab. Dieser Beitrag gibt praxisnahe Tipps, wie der Bedarf einfach prognostiziert wird und wo schallabsorbierende Wand- und/oder Deckenverkleidungen am besten wirken – für eine maßgeschneiderte Raumakustik zum Wohnfühlen.


"Gute" Raumakustik ist immer im Einzelfall zu beurteilen. Vor allen Dingen in öffentlichen Räumlichkeiten ersetzen allgemeingültige Tipps keine Beurteilung durch eine kompetente Person wie zum Beispiel einem Akustik-Fachingenieur.

Schall verstehen: Wie entsteht schlechte Raumakustik? 

Damit schallabsorbierende Flächen ihre Wirkung entfalten können, müssen sie gezielt, im ausreichenden Umfang und angepasst an die individuelle Raumsituation platziert werden. Entscheidend dafür: Ein Grundverständnis, wie sich Schall im (eigenen) Raum verhält. 

Schall breitet sich von der Quelle (Stimme, TV) geradlinig aus - wie ein Lichtstrahl. Trifft er auf glatte, schallharte Flächen wie Glas oder Beton, wird er wie von einem Spiegel reflektiert (Erstreflexion). Dabei gilt Einfallswinkel = Reflexionswinkel. 
Je nach Raumsituation entstehen so unzählige, störende Mehrfachreflexionen. Erreicht der› Nachhall unser Ohr zu spät oder übermäßig oft, überlagern sie den direkten Schall. Die Folge: Unser Gehirn kann die Geräusche nicht mehr sauber trennen - Gesprochenes wirkt undeutlich, der Geräuschpegel steigt subjektiv. Es herrscht schlechte Raumakustik. 

Beispiel wie die Schall, ausgehend vom Fernseher, von der Wand hinter dem Sofa reflektiert wird. Dieser wird an die nächste Wand weiterreflektiert usw..

Checkliste Raumakustik: So findest du die Ursache

Folgende Checkliste hilft dir dabei das akustische Problem in deinem Raum zu bestimmen: 

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Akustisches Problem Mögliche Ursache
Mehrfachreflexionen: Gesprochenes wirkt undeutlich (auch in einem Dialog), Klang wirkt "verschwommen". › Schallharte Flächen, besonders gegenüber einer Schallquelle
Flatterecho: Einzelne Geräusche (bspw. Händeklatschen) klingen hart nach (hörbares "Schnalzen"). Parallel gegenüberliegende, schallharte Flächen reflektieren mehrfach hin und her
Lombard-Effekt: Sind viele Personen im Raum, wirkt der Geräuschpegel sehr hoch. Gefühlt wird sich gegenseitig angeschrien. Überwiegend schallharte Flächen, minimalistische, nicht textile Einrichtung mit wenig Absorptionsfläche

Wie kann ich die Akustik in meinem Zuhause verbessern?

Hast du das akustische Problem deines Raums identifiziert, kannst du mit folgenden Empfehlungen die Platzierung der Akustikpaneelen beginnen.


Potenzielle Lösung für Mehrfachreflexionen: Erstreflexion stoppen

Besonders wirksam gegen "akustischen Brei" ist, schon die Erstreflexion zu verhindern. So werden störende Mehrfachreflexionen deutlich reduziert. 

Typische Flächen für Erstreflexionen sind: 

  • Die Wandfläche gegenüber dem Fernseher
  • Die Decke über dem Esstisch oder eine naheliegende Fensterfront
  • Wohnküchen: harte Flächen im Küchenbereich

 

Expertentipp: Je näher die schallabsorbierende Fläche an der Schallquelle liegt, desto besser.

Die Wand (Erstreflektion) hinter dem Sofa reflektiert den Schall vom Fernseher und "wirft" ihn an die nächste Wand.


Potenzielle Lösung bei einem Flatterecho: Parallele, schallharte Flächen ausgleichen

Spielen Geräusche im eigenen Zuhause Ping Pong, kann das grundsätzlich auf zwei direkt gegenüberliegende, ähnlich reflektierende Flächen zurückzuführen sein. Hier empfiehlt sich, eine der beiden Flächen komplett mit Akustikpaneelen  zu verkleiden.

Das sind typische parallele Flächen bzw. die Problemzonen:

  • Decke und Boden, beide schallhart ausgeführt
  • Große Fensterfront und eine schallharte Wand gegenüber
     


Potenzielle Abmilderung der Lombard-Effekts: Schallabsorbierende Wand- und/oder Deckenverkleidung

Bei diesem akustischen Problem ist es empfehlenswert die Nachhallzeit des Raums deutlich zu reduzieren. Der Lombard-Effekt kann stark sein, wenn ein Raum zu wenig schallabsorbierende Flächen bzw. Einrichtungsgegenstände aufweist. Es empfiehlt sich, einen nennenswerten Anteil der verfügbaren Flächen (Faustregel: entsprechend der Grundfläche des Raums) mit › Akustikpaneelen zu verkleiden. 

Bedarf genauer ermitteln: Wie viel Schallabsorber benötige ich? 

Steht die Positionierung der schallabsorbierenden Flächen fest, folgt die Bestimmung des individuellen Flächenbedarfs.

Der kostenfreie Raumakustikrechner gibt ohne Vorkenntnisse und eigener Rechenarbeit eine Empfehlung aus. Er liefert direkt eine grafische Auswertung von Soll- und Ist-Zustand der Nachhallzeit, eine empfohlene Absorberfläche in Quadratmetern und einem hörbaren Vorher-Nachher-Vergleich (Auralisation) aus. 

Jetzt › individuellen Flächenbedarf berechnen. 

Profi-Tipps: Wenn Theorie auf Praxis trifft

Eine "Blaupause" für gute Raumakustik gibt es nicht. Oft lässt sich die "ideale" Maßnahme im eigenen Zuhause nicht 1:1 umsetzen. Für diese Fälle haben wir für euch weitere Tipps von unseren Raumakustik-Experten.

Was tun, wenn die Erstreflexion nicht unterbrochen werden kann?
Problem: Die Erstreflexion zu reduzieren ist zwar besonders effektiv, in der Praxis stößt dieser Tipp jedoch oft an Grenzen: Beispielsweise handelt es sich bei der zu relevanten Fläche um eine Fensterfront oder die relevanteste Reflexionsfläche lässt sich in einem offen gestalteten Raum schlichtweg nicht bestimmen. 
Die Lösung: 
Weiche auf die Zimmerdecke aus. Sie ist in der Regel die größte ungenutzte Fläche. Eine Akustikdecke bricht zuverlässig einen großen Teil der Schallreflexionen und senkt die Nachhallzeit im gesamten Raum. 

Du hast zu wenig Platz für die im Raumakustik-Rechner ermittelte "Soll-Fläche"? 
Problem: Die ermittelte Quadratmeteranzahl an Akustikpaneelen, kann aus optischen oder platztechnischen Gründen nicht montiert werden. 
Die Lösung: 

Erhöhe den Schallabsorptionsgrad der vorgesehenen Akustikverkleidung: Das ist möglich, indem der dahinterliegende Hohlraum vergrößert oder sogar noch zusätzlich gedämmt wird. Beide Variablen kannst du im › Raumakustik-Rechner anpassen, um so der Soll-Absorption möglichst nahe zu kommen. 

Das richtige Produkt wählen:
Akustikpaneel ist nicht gleich Akustikpaneel

Das "Wieviel" und das "Wo" steht nun fest - doch Vorsicht: Die (berechneten) Empfehlungen bringen nicht mit jedem Akustikpaneel den prognostizierten Effekt. 

Vorsicht vor "Deko-Paneelen"

Wenn nicht nur das Design, sondern auch die Funktion zählt, gilt es auf folgende Produkteigenschaften zu achten: 

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Wirkungsvoll Kaum oder gar nicht wirksam
✓ Durchlässige Oberfläche (Leistenprofil) X Geschlossene oder kaum durchlässige Oberfläche
✓ Integrierter, poröser Absorber X Fehlende Absorberlage
✓ Ausreichend Hohlraum hinter dem Paneel X Paneel direkt auf der Wand (verklebt)

Erst das Zusammenspiel funktionaler Akustikpaneele mit einer passenden Unterkonstruktion sorgt dafür, dass störender Nachhall über alle Schallfrequenzen gemindert wird. Sie schafft einen Hohlraum, der auch den tieffrequenten Schall effektiv absorbiert – womit sich der Raum tatsächlich ruhiger anfühlt. Für › LIGNO® Akustik (s.u.: mittlere und rechte Abbildung) hat Lignotrend einfach umzusetzende Konstuktionen entwickelt. 

Schall benötigt Raum um absorbiert zu werden

Viele der für Heimnutzung verfügbaren "Akustiksysteme" werden in erster Linie dekorativ eingesetzt und sind nicht auf optimale Absorption ausgelegt.: Ohne Hohlraum und Absorber (linke Zeichnung) bleibt ihre Wirkung stark begrenzt. Effektive Raumakustik entsteht erst durch einen systematischen Aufbau aus schalloffener Oberfläche, Absorber und Unterkonstruktion (mittlere und rechte Abbildung). LIGNO® Akustikpaneele - für eine effektive Reduktion des Nachhalls über viele Frequenzen.

Funktional und natürlich schön:
Akustikpaneele von Lignotrend

Im Gegensatz zu direkt auf der Wand verklebten Dekorpaneelen, bietet LIGNO® Akustik ein wirklich wirkungsvolles System für gute Raumakustik. Direkt hinter den Echtholz-Leisten (durchlässige Oberfläche) ist der vlieskaschierte Holzbrettabsorber angeordnet. Die Rückseite lässt den Schall auch in den dahinter liegenden Hohlraum, der durch die passende › Unterkonstruktion entsteht.

Echtholzoberfläche, integrierter Holzbrettabsorber und Hohlraum

LIGNO® Akustik home ist die kleinformatige Variante der Akustikpaneele von Lignotrend. Für größere Projekte ab 60 m² empfehlen wir die großformatigen Varianten LIGNO® Akustik Pro, mit denen sich die Verlegezeit deutlich beschleunigen und auf Wunsch auch Anforderungen an Ballwurfsicherheit und Schwerentflammbarkeit erfüllen lassen.
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Handelsübliche Dekorpaneele LIGNO® Akustik
Materialien MDF, Kunststofffilz 100 % Echtholz, Absorber aus Vlies bzw. natürlicher Holzfaser
Oberfläche Furnier, Folienoberfläche (Dekor) Massivholz
Schallabsorption rund 25 bis 45 % 60 - 90 %
Raumklima Künstliche Ausdünstungen möglich Natürlicher Holzgeruch, luftfeuchteregulierend
Nachhaltigkeit x Zertifiziert nachhaltige Produktion im Schwarzwald


LIGNO® Akustikpaneele verbinden effektive Schallabsorption mit hochwertigem Design. Gefertigt aus nachhaltig zertifiziertem Echtholz, wirken sie nicht nur gegen störenden Nachhall, sondern bringen auch natürliche Wärme und Struktur in den Raum. 
Bei Lignotrend kommen überwiegend natürliche Materialien zum Einsatz - ohne künstliche Filze. Das macht die Akustikpaneele effizient in ihrer Funktion und gleichzeitig wohngesund und langlebig. 

Akustikpaneele vom Profi

LIGNO® Akustikpaneele by Lignotrend werden seit 2004 im Schwarzwald produziert - aus heimischer Weißtanne, verarbeitet direkt ab dem eigenen Sägewerk. In ganz Europa durfte Lignotrend bereits tausende Gebäude akustisch optimieren. In › Schulen, › Kindergärten, › Hallenbädern, › Konzertsälen, › Kulturstätten etc. profitieren täglich Kinder wie Erwachsene von einer guten Raumakustik.
Mit der handlicheren Paneelen LIGNO® Akustik home können nun auch kleinere Flächen bspw. in › Wohnküchen, › Homeoffices oder › Heimkinos verkleidet werden. 

Handliche und großformatige Akustikpaneele

Geschäftskunde oder Objektbau?
Das großformatige Akustikpaneel › LIGNO® Akustik Pro kann auf Wunsch auch Anforderungen an › Schwerentflammbarkeit und › Ballwurfsicherheit erfüllen. 

 

Jetzt direkt › Kundenkonto eröffnen und Designmuster bestellen.  

LIGNO® Akustik: Den Unterschied hören

Die folgenden beiden Hörbeispiele mit Sprache machen die klangliche Raumsituation in einem typischen Wohn-/Essbereich erfahrbar.
 

Sprache: Raum ohne Akustikpaneele

Klangbeispiel für einen Raum mit ca. 60 m² Grundfläche
Klassische Ausführung mit Putz an Wand und Decke, hartem
Boden, ohne Teppich und mit wenig absorbierenden Möbeln
(Nachhallzeit ca. 1,0 sec).

Audiobeispiel

Sprache: Raum mit Akustikpaneelen

Klangbeispiel für den selben Raum nach Anbringung
schallabsorbierender Deckenverkleidung

(Nachhallzeit ca. 0,4 sec).

Audiobeispiel

FAQ

Wie werden die Akustikpaneele befestigt?

LIGNO® Akustikpaneele werden auf die Unterkonstruktion geschraubt.

Die Vorteile:
- Noch effektivere Schallabsorption
- Durch die nivellierte Unterkonstruktion wirkt die Fläche homogen und dadurch optisch noch hochwertiger
- Die Akustikpaneele können sicher angebracht werden, auch an der Decke - Die speziellen Schrauben verschwinden zwischen den Leisten und sind dadurch "unsichtbar"

Mehr zur › Montage erfahren.

Kann man Akustikpaneele selbst anbringen?

Besonders das handliche Akustikpaneel LIGNO® Akustik home ist speziell für die leichte Montage im Eigenheim entwickelt. Es bedarf kein Profi-Equipment. Handwerker und "Do-it-yourselfer" können Wand- und/oder Deckverkleidungen problemos selbst installieren. Mehr zur › Montage erfahren.

Wie werden die LIGNO® Akustik home Paneele "verlegt"?

Die Paneele werden fortlaufend mit einem Nut-Feder-System an den Längsseiten miteinander verbunden. An der Stirnseite können optional Lamellos eingesetzt werden, diese sind in jedem Paket enthalten.
Die Verlegung erfolgt im versetzten Verband: jede neue Reihe beginnt mit einem versetzten Abschnitt, sodass der Verschnitt vorne wieder angelegt werden kann. Dadurch wird der Verschnitt minimiert. parallele Fugen werden vermieden und die Oberfläche hat so ein gleichmäßiges Erscheinungsbild. Mehr zur › Montage erfahren.

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